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Ur aus Leipzig melden sich nach einigen Jahren mit lediglich sporadischen Konzerten und dem Ende von Droneburg Records mit neuer Musik zurück. Zunächst live, bevor es in absehbarer Zeit an neue Aufnahmen gehen wird.

Ur – benannt nach dem Auerochsen, dem ausgestorbenen Wildrind – widmeten ihre Soundlandschaften auf ihrem selbstbetitelten Debutalbum zunächst der Vertonung von archetypischen Naturmotiven, verbunden mit dem Beklagen der Zerstörung von Umwelt/Lebensräumen und der Ausrottung anderer Spezies. Ihr zweites Album „Grey Wanderer“ kreiste schließlich um die inneren Kämpfe des freigesetzten, entfremdeten Individuums. Mit Blick auf die neuen Songs und das kommende Album lässt sich der Name Ur nun vor allem als Bezug auf das ursprünglich Menschliche lesen, unbedingt im Sinne eines verbindenden, Brücken bauenden Verständnisses. Inhaltlich verkörpern diese ein Anschreien gegen die Erosion von Menschlichkeit und den Rückbau gesellschaftlicher Errungenschaften.

Musikalisch werden die Stücke noch immer getragen von langsam walzenden, schwer ausharrenden Riffs, sowie der charakteristischen Verbindung von massiven Soundwänden und melancholisch-sphärischen Melodielinien. Dabei flechten Ur jedoch zunehmend auch schnelles, aggressives Riffing und reduzierte, brüchige und bloßgelegte Passagen in ihre Musik ein. Neben präsenteren Einflüssen aus Dark Americana und Psychedelic bleibt die musikalische Sozialisation zwischen Omega Massif, Lento, Black Shape of Nexus, Yob und Neurosis bleibt dabei unverkennbar.

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